SCRM Guard · Wissen & Perspektiven

Guard Spotlight.

Was Lieferketten bewegt.
Kompakt informiert. Fundiert eingeordnet. Aus der Praxis.

01 / KOMPAKT INFORMIERT

Lieferketten-Briefing.

Die wichtigsten Entwicklungen der Woche. Mit Einordnung für den Einkauf.

SCRM Guard Lieferketten-Briefing, Kalenderwoche 42/2026. Drei Themen: EU-China-Zusagen zur weiteren Erleichterung von Exportlizenzen für Seltene Erden und Permanentmagnete; neue ifo-Zahlen zu branchenspezifischen Materialengpässen; zusätzliche EU-Sanktionslistungen russischer Unternehmen und Führungspersonen. Symbolfotos zeigen Motorbauteile und Magnete, eine Elektronikfertigung und industrielle Komponenten mit Dokumentenmappe im Lager. KI-generierte Symbolbilder, keine dokumentarische Darstellung.
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SCRM Guard Lieferketten-Briefing | KW 42

Neue Zusagen aus China, mehr Materialengpässe in Teilen der Industrie und zusätzliche EU-Sanktionen: drei Entwicklungen für den Einkauf.

01 | China will Exportlizenzen weiter erleichtern In der gemeinsamen Erklärung vom 9. Oktober erklärt sich China bereit, Lizenzen für Seltene Erden und Permanentmagnete für Lieferungen in die EU über den bestehenden Fast-Track weiter zu erleichtern. [1] Für Hersteller von Motoren, Antrieben und deren Zulieferer ist das relevant. Kürzere Lieferzeiten sind damit noch nicht belegt. Offene Lizenzfälle mit Lieferanten abgleichen und Lieferpläne erst auf Basis konkreter Genehmigungs- und Versandbestätigungen anpassen.

02 | Materialengpässe nehmen wieder zu Laut ifo-Veröffentlichung vom 12. Oktober fehlten im September 14,6 % der deutschen Industrieunternehmen Vorprodukte, nach 13,3 % im August. Bei Elektronik und optischen Erzeugnissen waren es 37,8 %; auch die Chemie meldet mehr Engpässe. In der Metallerzeugung entspannte sich die Lage dagegen. [2] Entscheidend ist die eigene Teileliste: Für kritische Komponenten bestätigte Liefertermine und Reichweiten prüfen, statt Bestände pauschal zu erhöhen.

03 | EU erweitert Russland-Sanktionsliste Der Rat hat am 12. Oktober 826 russische Unternehmen und 743 Führungspersonen zusätzlich gelistet. Darunter sind Zulieferer für Elektronik, Kommunikationstechnik und Optik. [3] Für die Gelisteten gelten Vermögenssperren und ein Verbot der direkten oder indirekten Bereitstellung wirtschaftlicher Ressourcen. Einkauf und Compliance sollten aktuelle Listen in den Geschäftspartnerabgleich übernehmen und mögliche indirekte Verbindungen prüfen lassen, bevor offene Vorgänge weiterlaufen.

Quellen: [1] https://ec.europa.eu/commission/presscorner/api/files/document/print/en/statement_26_2122/STATEMENT_26_2122_EN.pdf [2] https://www.ifo.de/fakten/2026-10-12/materialengpaesse-der-industrie-nehmen-wieder-zu [3] https://www.consilium.europa.eu/en/press/press-releases/2026/10/12/russia-s-war-of-aggression-against-ukraine-eu-agrees-largest-ever-package-of-listings-targeting-almost-1600-individuals-and-entities-in-russia-s-military-industrial-complex/

SCRM Guard Lieferketten-Briefing, KW 41 / 2026: Tarifabschluss in deutschen Seehäfen, angekündigte Öl-Freigabe der G7 und CBAM-Preis von 82,32 Euro. KI-generierte Symbolbilder.
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SCRM Guard Lieferketten-Briefing | KW 41

Hafeneinigung, angekündigte Ölreservefreigabe und höhere CO₂-Kosten: drei Entwicklungen für die Beschaffung.

01 | Tarifabschluss in deutschen Seehäfen ZDS und ver.di haben sich geeinigt, wie der Arbeitgeberverband am 6. Oktober bestätigt. Der Abschluss betrifft tarifgebundene Betriebe in Hamburg, Bremen/Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven. [1] Für Import- und Exportketten entfällt damit ein konkreter Streikanlass. Wer vorsorglich andere Häfen eingeplant hat, sollte diese Umleitung mit dem Logistikpartner neu bewerten. Ob einzelne Sendungen noch verzögert sind, bleibt separat zu prüfen; ein Tarifabschluss bestätigt keine freie Terminalkapazität.

02 | G7 kündigen Freigabe von Ölreserven an Die G7 erklärten am 2. Oktober, 100 Millionen Barrel über vier Monate freizugeben, mit einem vorgezogenen Dieselanteil in den ersten 20 Tagen. [2] Bei hohem Straßenfrachtanteil ist entscheidend, wann eine mögliche Entlastung in den Transportkosten ankommt. Deshalb Bezugsindex und Anpassungstakt der Dieselzuschläge prüfen. Die angekündigte Freigabe belegt weder bereits gesunkene Frachtraten noch gesicherte Transportkapazität.

03 | CBAM: Q3-Preis steigt auf 82,32 Euro Die EU-Kommission veröffentlichte am 5. Oktober den Zertifikatspreis für Q3 2026: 82,32 Euro je Tonne CO₂e nach 75,28 Euro in Q2. [3] Für betroffene Stahl- und Aluminiumimporte verändert sich damit die Kostenbasis. Einkauf und Zollteam sollten Q3-Importmengen, Emissionsdaten und Kostenannahmen zusammenführen. Die tatsächliche Belastung hängt zusätzlich von den anwendbaren Anpassungen ab; der Zertifikatspreis allein ist kein Aufschlag je Tonne Material.

Quellen: [1] https://lnkd.in/e-ee7UgD [2] https://lnkd.in/e7YsBwZW [3] https://lnkd.in/dJNftifj

KI-generierte Symbolbilder; keine dokumentarische Darstellung.

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02 / GENAUER HINSEHEN

Analysen im Fokus.

Ausgewählte Ereignisse · Belegte Einordnung

Hier erscheinen die nächsten Guard-Spotlight-Analysen. Wir veröffentlichen, wenn ein Ereignis erhebliche Folgen für Lieferketten haben kann und eine belastbare Einordnung möglich ist.

Nur, wenn es zählt.

Im Mittelpunkt stehen Ereignisse mit weitreichenden Folgen für Versorgung, Transport oder Produktion.

Nachvollziehbar eingeordnet.

Bestätigte Fakten, mögliche Folgen und offene Fragen bleiben klar erkennbar. Quellen und Informationsstand gehören dazu.

Mit Blick auf die Praxis.

Jede Analyse zeigt, welche Abhängigkeiten Unternehmen prüfen können und welche Entwicklungen ihre Entscheidungen verändern könnten.

03 / AUS DER PRAXIS

Einblicke & Begegnungen.

Unterwegs, im Austausch und mitten in der Praxis: Neues von SCRM Guard.

Veranstaltungsgrafik von SCRM Guard mit BMÖ-Logo zum Österreichischen EinkaufsForum 2026 am 14. und 15. Oktober im The Hoxton Wien. Titel: „Unsicherheit bleibt: Handlungsfähigkeit lässt sich schaffen.“ Lieferkettenrisiken erkennen, Maßnahmen umsetzen und operative Unterstützung für den Einkauf. Gallery Walks am 15. Oktober, 12:00–13:15 Uhr, Raum The Den. Abstrakte grüne Netzwerkknoten auf hellem Hintergrund.
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Österreichisches EinkaufsForum 2026

Heute und morgen sind wir mit SCRM Guard beim Österreichischen EinkaufsForum des BMÖ in Wien dabei.

„Unsicherheit bleibt: Handlungsfähigkeit lässt sich schaffen.“

Unter diesem Titel zeigen Manuel Brauch und Philipp Rathjen morgen, wie Unternehmen Risiken in ihren Lieferketten angehen und handlungsfähig bleiben können. SCRM Guard unterstützt den Einkauf dabei operativ: Risiken erkennen, bewerten und konkrete Maßnahmen voranbringen.

Ihr findet uns am 15. Oktober bei den Gallery Walks zwischen 12:00 und 13:15 Uhr im Raum The Den, The Hoxton Wien.

Wer ebenfalls vor Ort ist: Sprecht uns gerne an. Wir freuen uns auf den Austausch!

#Einkauf #Lieferketten #SCRMGuard